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Bücherbrief der Sendlinger Buchhandlung im Januar 2018

 

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Leseprobe

Samir ist auf einer Reise, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden soll: Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren, der die Familie vor zwanzig Jahren ohne eine Nachricht verlassen hat. Mit einem rätselhaften Dia und den Erinnerungen an die Geschichten seines Vaters im Gepäck macht der junge Mann sich in den Libanon auf, das Geheimnis zu lüften. Seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land, und schon bald scheint Samir nicht mehr nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden. Sie bringen Samir einer Lösung näher, die seine kühnsten Vorstellungen übersteigt. Vor dem Hintergrund des dramatischen Schicksals des Nahen Ostens erzählt Pierre Jarawan eine phantasievolle, berührende und wendungsreiche Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln.
Ausgezeichnet mit dem Bayrischen Kunstförderpreis 2016.

Pierre Jarawan: Am Ende bleiben die Zedern. Roman. Piper 2018. 448 Seiten, 11 Euro.

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Leseprobe

Diese stilistisch brillante Satire auf den Spionageroman führt den Leser auf höchst unterhaltsame und amüsante Weise von Paris im Frühling in die Hauptstadt Nordkoreas und zurück. Die hübsche und lebenslustige Constance wird im Auftrag des französischen Geheimdienstes entführt, um sie - nach entsprechender Vorbereitung - als „femme fatale“ einzusetzen und so das nordkoreanische Regime zu Fall zu bringen. Doch wie so oft handelt keiner der Beteiligten nach Plan und so kommt schließlich alles ganz anders…
Der Autor bedient sich des Stilmittels, den Leser direkt anzusprechen und ihn so an seinen durchaus vergnüglichen gedanklichen Exkursen im Verlauf der Geschichte teilhaben zu lassen. Am Ende überleben zwar nicht alle, aber doch die interessantesten Protagonisten…

Jean Echenoz: Unsere Frau in Pjöngjang. Roman. Aus dem Französischen übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel. Hanser Berlin 2017. 288 Seiten, 22 Euro.

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Leseprobe

Anne Tyler, sonst eher bekannt für amerikanische Mittelstandsromane, wagt sich hier an eine große Aufgabe: Eine neue Version von Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" im heutigen Amerika - und es ist ihr gelungen! Herausgekommen ist eine witzige und unterhaltsame Familienkomödie, die an klassische Screwball-Komödien der 30er Jahre erinnert. Kate ist von ihrem Leben und ihrem Job enttäuscht. Ihre jüngere Schwester hingegen genießt ihre jugendliche Verantwortungslosigkeit in vollen Zügen. Darüberhinaus muß sie sich auch noch um den Haushalt ihres verschrobenen Vaters, einen Wissenschaftler, kümmern. Der hat eine tolle Idee: Sein neuer Assistent braucht ein Visum und was würde näher liegen, als eine Hochzeit mit Kate....
Schließlich und endlich geht der Plan auf - wie sollte es auch anders sein - aber im Gegensatz zu Shakespeares Original durch Kate’s Einsicht, daß der "Bräutigam" doch nicht so übel ist.

Ein wirklich vergnüglicher Roman mit vielen schrägen Charakteren!

Anne Tylor: Die störrische Braut. Roman. Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Schwenk. Penguin 2018. 224 Seiten, 10 Euro.

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Leseprobe

Zwei Freunde erfüllen sich einen Traum: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, erzählt Morten A. Strøksnes von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern. Von mutigen Polarforschern, Walfängern und Kartografen und natürlich vom harten Leben an arktischen Ufern, vom Skrei, der Generationen das Überleben auf den Lofoten sicherte, von der Farbe und dem Klang des Meeres.
Eine Abenteuergeschichte über das Glück, den Naturgewalten zu trotzen - und ein atemberaubendes Buch, das uns staunen lässt über die unergründlichen Geheimnisse des Meeres.

Morton A. Strøksnes: Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen. Roman. Aus dem Norwegischen übersetzt von Ina Kronenberger und Sylvia Kall. Penguin 2018, 368 Seiten, 10 Euro.

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Hurra! Hurra! Der Kasperle ist wieder da! Alle Fans von Doctor Döblingers Geschmackvollen Kasperltheater aufgepasst:
Beim Spielen im Versteckstipark werden Kasperl und Seppl mehrfach gestört. Nicht allein der König Kurt schreitet lautstark daher, auch ein Geräuschekundler forscht herum, und manchmal ertönt überdies ein lautes "Crex-Crex", das allerdings nur der Kasperl hören kann. Aber richtig anstrengend wird es für die beiden erst nach der alljährlichen Orakel-Weissagung: Der Kasperl gerät in Verdacht ein Verschwörer zu sein und muss die Polizei austricksen. Der Seppl wird sogar verhaftet und soll mit Tomaten beworfen werden. So muss sich der Kasperl sogar verkleiden, um seinen besten Freund zu retten.

Richard Oehmann und Josef Parzefall: Kasperl und der Wachtelkönig. Eine bairische Kasperl Komödie. 2 Audio-CDs (90 Min.), Kasperlgalerie, Landkarte und Orakel. Rec Stars 2017. 14,95 Euro. Ab 5 Jahren empfohlen.

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