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Bücherbrief der Sendlinger Buchhandlung im November 2016

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Leseprobe

Der einzige Zeuge des Verbrechens ist ein ungeborenes Kind. Der Fötus ist stiller Beobachter einer Ehekrise, Affäre und schließlich eines Mordes.  Dem britischen Autor Ian McEwan gelingt diese ungewöhnliche Perspektive hervorragend: Er erzählt das Beziehungsdrama aus der Innensicht des Kindes, dass gleichzeitig allwissend ist. Trudy, die Kindsmutter hat eine Affäre mit Claude, dem Bruder ihres Mannes. John, Dichter und Lehrer, ist ausgezogen, versucht jedoch seine Frau mit aller Macht zurückzugewinnen. Unterdessen schmieden Trudy und Claude an ihrem Plan, John umzubringen und ein neues Leben zu beginnen. Dabei denkt keiner der Figuren an das Schicksal des Ungeborenen…

Faszinierend und sehr unterhaltsam!

Ian McEwan: Nussschale. Roman. Übersetzt von Bernhard Robben. Diogenes 2016. 288 Seiten, 22 Euro

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Leseprobe

Endlich im Taschenbuch: „Schmerz“ von Zeruya Shalev!

Tag für Tag quälen Iris Schmerzen - zehn Jahre ist der Anschlag nun her, bei dem sie verletzt wurde, dennoch wird sie täglich an dieses traumatische Ereignis erinnert. Iris hat sich mit den Einschränkungen arrangiert und hat ihr Leben wieder aufgenommen. Eines Tages begegnet sie Ethan wieder, ihrer großen Jugendliebe. Er hat Iris damals völlig unerwartet verlassen und ihr damit eine tiefe Wunde zugefügt. Sie ist nicht weniger tief als die, die ihr die Selbstmordattentäter zugefügt haben. Trotz der Demütigung fühlt Iris sich  - zu ihrem eigenen Erstaunen - extrem angezogen von Ethan.

Was macht die Liebe mit uns und welche Macht übt sie auf uns aus - diese Untiefen eines extremen Gefühls lotet Shalev in diesem sehr persönlichen Buch aus (Zeruya Shalev wurde vor einigen Jahren selbst Opfer eines Terroranschlags).

Zeruya Shalev: Schmerz. Roman. Aus dem Hebräischen übersetzt von Mirjam Pressler. Berlin Verlag 2016, 384 Seiten, 10 Euro

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Blick ins Buch

Sonja Riker empfehlen wir immer wieder gerne für ihr „Suppenglück“. In ihrem neuesten Buch widmet sie sich den süßen Sachen. Sie stellt Klassiker im neuen Kleid vor (Butterkuchen mit Fleur de Sel und Karamell), das Beste für Feste (Süßer Joghurt-Sahne-See), experimentiert mit Quark  (Limetten-Avocado-Tarte) und zeigt, dass Nachtisch leicht aber lecker sein kann (Kirschgrütze mit Kardamon & Kokosschaum). Unter der Kategorie „Nie alle!“ verrät sie so verführerische Leckereien wie Mohn-Cookies, Cranberry-Schnecken oder den Bilderbutterkeks. Da kann die Keksdose ruhig durch viele Hände gehen und wird doch nie alle…

Dieses wohlgestaltete Buch ist eine Liebeserklärung an die kleinen, feinen Genüsse, die uns den Alltag versüßen. Einfach wunderbar und so unheimlich lecker!

Sonja Riker: Nachtisch bitte. Fotos von Andrea Lipp. Folio Verlag 2016. 176 Seiten mit zahlreichen Farbfotos. 25 Euro

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Paula und ihr Freund Luca sind auf der Suche nach Weihnachtsstimmung. Denn es ist der 1. Dezember, aber in München noch kein Schnee in Sicht. Die beiden beschließen, sich für jeden der 24 Tage im Dezember etwas auszudenken. Sie besuchen Christkindlmärkte, sind beim Krampuslauf dabei und bekommen Flügel in einer Himmelswerkstatt. Sie tauchen in die geheimnisvolle Welt der Krippen ein und spüren die allerbesten Plätzchenrezepte auf. Die wilde Weihnachtsjagd beginnt, als sie zufällig ein vergessenes Weihnachtsgeschenk finden. Wird es ihnen gelingen, es noch rechtzeitig zum Heiligen Abend abzuliefern?

Ein wunderschönes Adventsbuch von unserer Sendlinger Autorin Diana Hillebrand, das man einfach haben muss!

Diana Hillebrand: Paulas wilde Weihnachtsjagd. Ein Adventsabenteuer in 24 Kapiteln. Illustriert von Stefanie Duckstein. Volk Verlag 2016. 160 S., 14,90 Euro. Von 6 bis 10 Jahren empfohlen

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Leseprobe

Kurios, verrückt und lustig ist unsere Lesebilanz des neuen Kinderbuchs von Frank Cottrell Boyce. Wir bekommen es mit einem klugen Superhelden zu tun. Rory weiß auf fast alles eine Antwort und hat immer die richtige Lösung parat: Was macht man bei einem Wespenstich und wie kann er einen Nilpferdangriff abwehren? Doch als sich eines Tages sein Gesicht grün verfärbt, ist selbst der superschlaue Rory total überfordert. Er landet kurzerhand auf der Isolierstation im Krankenhaus, zusammen mit Tommy-Lee, dem Oberfiesling aus der Klasse. Rory fragt sich, sind sie beide plötzlich zu Superhelden mutiert? Um das herauszufinden, klettern sie Nacht für Nacht auf den Fensterputzaufzug und erleben die wildesten Abenteuer…

Ganz wunderbar und ein großes Lesevergnügen. Hulk kann einpacken - jetzt kommt Rory!

Frank Cottrell Boyce: Broccoli-Boy rettet die Welt. Illustrationen von Vera Schmidt, übersetzt von Salah Naoura, Carlsen 2016, 352 Seiten, 14,99 Euro, von 10 bis 14  Jahren empfohlen

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